Werkzeuglager – Lagersysteme Ratgeber

So klappt es mit der richtigen Lagerung von Werkzeug

Gute Pflege von Werkzeug und Materialien beginnt bei der richtigen Lagerung. Das umfasst weit mehr als einfaches Verstauen: Wichtig ist nicht nur, was wie lange gelagert werden soll. Wichtig sind zudem auch Luftfeuchtigkeit und Temperatur: Wenn sie nicht beachtet werden, drohen Schäden an teurem Handwerkszeug.

Aufgaben eines Werkzeuglagers

  • Pflegen: verhindern, dass etwas kaputtgeht
  • Organisieren: sämtliche Maschinen und Werkzeuge sind rasch aufzufinden
  • Lagern, was längere Zeit nicht in Benutzung ist

Deshalb stehen vor Einrichtung eines Werkzeuglagers immer grundlegende Überlegungen zu den Arbeitsabläufen an. Kleine Firmen organisieren sich anders als größere. Wer viel Platz zur Verfügung hat, baut ein anderes Regalsystem im Lager als jemand mit kleiner Werkstatt.

Zudem rentieren sich Lagerräume nur dann, wenn sie gewissen Mindestanforderungen entsprechen. Beachtet werden sollte deshalb auch, dass es empfindliche Werkzeugtypen gibt: Hohe Luftfeuchtigkeit greift Metall an, falsche Lagerung ist hier fatal. Zudem droht Verletzungsgefahr durch unerwartete Bruchstellen! Aber auch Sachschaden kann entstehen, wenn etwa Maschinen nicht mehr richtig funktionieren.


Achtung: anspruchsvolles Lagergut!

Oft sind es auch nur Einzelteile, die extrem empfindlich sind. Deren Lagerung sollte dann separat vom Rest der Maschine erfolgen, vor allem bei voraussichtlich längerer Nichtbenutzung. Beispiel Akkuschrauber: Li-Ion-Akkus müssen unbedingt bei Plustemperaturen gelagert werden, bei Minusgraden gehen sie kaputt. Bei der Gehrungssäge ist es das Sägeblatt, das empfindlich ist: Es ist anfällig für Flugrost. Deshalb sollte es bei längerer Lagerzeit in einem großen Plastikbeutel unterkommen.

Hingegen ist die Wasserwaage als Ganzes empfindlich. Zwar ist sie heute aus robustem Material, das dem Verziehen des Materials und damit Unbrauchbarkeit vorbeugt. Doch auch diese Geräte sollten sorgfältig behandelt werden, weil Waagen dieser Art vollkommen plan sein müssen, um zu funktionieren. Weiter darf keine Flüssigkeit austreten oder Luft ins Innere gelangen. Vorsicht vor allem bei Holzwaagen: Ihre Lagerung muss absolut trocken erfolgen. Ein feuchter Keller macht dem Gerät sonst in kürzester Zeit den Garaus.

Das sollte bei der Einrichtung eines Lagers beachtet werden

Vor allem Temperatur und Luftfeuchtigkeit können Werkzeugen zu schaffen machen. Ein gutes Werkzeuglager beginnt also bei der Wahl des richtigen Raumes. Nicht umsonst ist häufig der Keller bevorzugter Ort für ein Lager: Im Idealfall ist es hier weder zu kalt noch zu heiß. Unbedingt achten sollte man aber auch darauf, ob der Raum wirklich trocken ist. Lagern Gerätschaften länger in offenen Regalen, schadet zu hohe Luftfeuchtigkeit.

So sieht ein gut organisiertes Werkzeuglager aus:


  • Übersichtlich
  • stabile Aufbewahrungssysteme
  • gut erreichbar
  • klimatische Bedingungen: kühl und trocken

Bei der Entscheidung für ein Werkzeuglager spielen weitere Faktoren eine wichtige Rolle. Neben den klimatischen Bedingungen sollte auch bedacht werden, was täglich zur Hand sein muss: Solches Gerät verbleibt am Arbeitsplatz! Weniger oft benutzte Geräte und Materialien hingegen sollten aus dem Weg sein – sie gehören ins Lager. Alles richtet sich also nach den Arbeitsabläufen. Auch die Entscheidung für das passende Lagersystem hängt damit zusammen.

In Montagehallen finden eher Werkzeugwand, Arbeitsbänke mit Schubladen und mobile Werkzeugwagen Verwendung. Hingegen passt in ein übersichtliches Lager ein Regalsystem – oder auch verschlossene Werkzeugschränke, je nach Lagergut. Denn die Anforderungen an ein Lager sind andere als an den Arbeitsplatz.

Lagersysteme für jeden Zweck

Wer kein extra Lager hat, der nutzt im Allgemeinen die Werkzeugwand. Hier wird an einer großen Platte mit Löchern nahezu alles aufgehängt, was der Handwerker ständig nutzt. Vorteil: Bei guter Organisation ist alles auf den ersten Blick zu finden. Ein Nachteil besteht aber darin, dass hier alles offen ist: Da setzt sich Staub ab, und Dreck kann nach unten auf den Arbeitsplatz fallen. Für größere Maschinen eignet sich diese Form sowieso nicht, hier dienen Regale oder Werkzeugschränke als Lagerplatz.

Struktur eines durchdachten Lagersystems

  • leichte Orientierung mithilfe von Beschriftungen
  • System: Gerätegruppen bilden
  • flüssige Navigation zwischen den Regalen auch mit Stapelfahrer
  • Hilfsmittel zur Entnahme und zum Verstauen, zum Beispiel Leitern

Was heißt eigentlich gut gepflegt?

Übersichtliche Lagerung trägt viel zur guten Pflege bei: Wer ständig durch einen Berg an Werkzeugen wühlt, riskiert Kratzer und andere Beschädigungen empfindlicher Oberflächen. Doch sollte man auch das einzelne Werkzeug pflegen: Zum Beispiel lässt sich ein Hammerkopf ab und an abschleifen – so erhält man eine stets plane Schlagfläche. Dass sämtliche Arbeitsgeräte nach Gebrauch gereinigt werden, versteht sich von selbst.

Regalsysteme und Schränke nach Traglast aussuchen

Regalsysteme und Schränke selbst sollten auf das Material abgestimmt sein, das sie einmal beherbergen sollen. Grund ist vor allem die Traglast: Welche Gesamtlast sich bei voller Auslastung ergibt, muss möglichst exakt berechnet werden. Professionelle Hilfe dabei geben Fachhandel und Spezialshops. Die Profis von KAISER+ KRAFT etwa beraten auch. Sie bieten auch robuste Schwerlastschränke an.

Damit ist die Einrichtung eines Werkzeuglagers gar nicht so schwer. Wer frühzeitig Lagerbedingungen und Arbeitsabläufe durchdenkt, hält sein Werkzeug länger einsatzbereit!

Letzte Aktualisierung am 23.08.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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