Schrottpreis für Altmetall – aktuelle Preise und Prognose

Ratgeber: Nach was richtet sich eigentlich der Schrottpreis?

Schrottpreis für Altmetall – aktuelle Preise und Prognose
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Schrott ist bares Geld, daher ist der aktuelle Schrottpreis für den Ankauf für viele interessant. Die Geschichte des  Schrottmanns reicht bis in die Nachkriegszeit zurück. Ähnlich, wie die bekannten Trümmerfrauen sind auch diese Männer losgezogen, um in den Ruinen zerstörter Häuser nach Verwertbaren zu suchen. In späteren Jahren wollte niemand mehr dieses Geschäft machen, denn dieser Knochenjob ist hart und dreckig.

So mancher entdeckte hier eine Marktlücke und oftmals waren es dann Menschen ohne festen Wohnsitz, die mit ihrem Wagen durch Deutschland reisten und Schrott sammelten, diesen sortierten und dann weiterverkauften. Auf diese Weise ist der Jab des Schrotthändlers entstanden.

Was ist Schrott?

Schrott wird ebenso, als Altmetall oder Alteisen bezeichnet. Wobei Erstgenanntes nicht ganz richtig ist, denn Metalle sind generell nicht magnetisch. Schrott hingegen schon. Demnach werden Eisen, Blech, Stahl, sowie Späne, die von einer Überproduktion stammen, als Schrott bezeichnet.

Oftmals gibt es auf Baustellen auch Reste von Stahl, Eisen oder Moniereisen. Genauer gesagt, ist Schrott somit metallischer Wertstoff, welcher als Sekundärrohstoff dienlich ist. So entsteht dieser auch bei der Verschrottung von Autowracks oder in Unternehmen, die Metall verarbeiten. Allein im Jahr 2016 lag der weltweite Verbrauch an Eisenschrott in den Gießereien, wie Stahlindustrien bei rund 650 Millionen Tonnen.

Zum Schrott zählt ebenso die uralte Waschmaschine von Oma, der Elektro-Herd in der Küche, sowie der Wäschetrockner oder der Wäscheständer im Waschkeller. Sogar die Kochtöpfe können als Schrott bezeichnet werden. Wobei man hier aber ebenso von Alteisen sprechen kann.

Bei Altmetallen hingegen handelt es sich um Zusammensetzungen, die ebenfalls Buntmetalle genannt werden können. Zum einen wird dieses demnach als Altmetall bezeichnet, weil es nicht mehr gebraucht wird oder kaputt ist und zum anderen nennt es sich Buntmetall, weil es aus verschiedenen Metallen besteht. So ist, zum Beispiel, Messing eine Zusammensetzung aus Kupfer, sowie aus V2A oder V4A.

Da wo bestimmte Dinge nicht rosten sollen, wird demnach V2A verwendet. Das Besteck beim Zahnarzt oder auch die Kochtöpfe in Großküchen hingegen bestehen meist aus V4A. Messing dagegen kommt oftmals in der Gas-, wie Wasserinstallation vor, denn dieses Material ist rostfrei und langlebig. Gleiches gilt für Kupfer, welches gerne im Leitungsbau eingesetzt wird.

Arten von Schrott und Altmetall

Grob lässt sich Schrott in Elektroschrott, Altmetallschrott, sowie Stahlschrott unterteilen. Jede dieser Kategorien besteht dann aber noch aus weiteren Unterkategorien.

  1. Mischschrott

Ist Schrott mit anderen Stoffen vermischt, bezeichnet man dies als Mischschrott oder als Sammelschrott. Nur nach einem zeitaufwendigen Sortieren, wie Zerkleinern, kann dieser Schrott weiter verwendet werden, so dass für Mischschrott nur wenig Geld gezahlt wird. Jeder Schrotthändler hat außerdem seine ganz eigene Meinung dazu, was genau Mischschrott ist. Es ist lediglich festgelegt, dass Mischschrott nur zu zehn Prozent aus fremden Stoffen bestehen darf. Außerdem darf dieser Schrott keine gefährlichen Substanzen enthalten.

  1. Stahlschrott

Durch das chemische Symbol für Eisen wird Stahlschrott ebenso als FE-Schrott bezeichnet. Als Brennerschrott, Mischschrott oder auch als Scherenschrott hingegen werden, beispielsweise, alte Maschinen bezeichnet, die weniger als fünf Prozent Anhaftungen mitbringen und frei von Zinn, Kupfer, wie anderen Legierungen sind. Aber nicht nur Altmaschinen gehören zu dieser Kategorie, denn ebenso zählen Bleche, Fahrräder, Garagentore, Schrauben, Metallzäune, wie Gitterroste dazu. Nach der Schrottteilegröße wird hier der Stahlschrott unterschieden. Die Verfahren zur Zerkleinerung dagegen hängen von der Sorte dieses Schrotts ab.

  1. Altmetallschrott

Altmetallschrott enthält ein oder auch mehrere Nicht-Fe-Metalle, wie Blei, Aluminium, Messing, Zink, Kupfer, wie Zinn. Da, mit wenig Energieaufwand die Herstellung des Recycling-Materials stattfinden kann, besitzt Altmetallschrott eine hohe Wiedergewinnungsquote von 60 Prozent. Da es allerdings für jede Art von Metall ein anderes Verfahren der Aufbereitung gibt, sollte dieser Schrott möglichst frei von Verunreinigungen sein. Vor allem für Schrotthändler lohnt sich das Sammeln von Altmetallschrott, denn dieser bringt hohe Kilopreise ein.

  1. Scherenschrott

Bei der Demontierung von alten Heizungs-, wie Industrieanlagen und Öltanks entsteht meist Scherenschrott. Dies gilt auch für die Demontage von Auto-Karosserien und Stahlkonstruktionen. Nach der Stückgröße unterscheidet man hier zwischen leichten und schweren Scherenschrott. Seinen Namen hat dieser Schrott von den Werkzeugen erhalten, die hier zum Zerkleinern verwendet werden, denn dies geschieht mit Hilfe von Hydraulikscheren. Im Anschluss werden die zerkleinerten Teile dann geschreddert. Das eisenhaltige Metall wird anschließend dann noch mit Hilfe eines Magnets vom nichtmagnetischen Metall getrennt.

  1. Elektroschrott

Geräte durch die elektrischer Strom fließt, werden als Elektroschrott bezeichnet. Dieser Schrott beinhaltet häufig Schwermetalle, sowie andere schadhafte Substanzen. Aus diesem Grund, muss Elektroschrott gesondert weiterverarbeitet werden. Im Umgang mit diesen Schadstoffen benötigt der Schrottplatz daher eine Zertifizierung. Da sich im Elektroschrott aber oftmals nicht nur Industriemetalle befinden, sondern auch Edelmetalle und hochtechnologische Metalle werden hier oftmals sehr hohe Schrottpreise bezahlt.

  1. Brennerschrott

Brennerschrott nennt man auch Sorte 3 Stahlschrott. Hierbei handelt es sich um Stahlteile, die größer als 150 x 50 x 50 cm sind und eine Dicke von 60 mm überschreiten. Mit einem Brenner werden die recht unhandlichen Schrottteile zerkleinert und dann in den Schmelzofen gegeben. Auch in diesem Fall ist es wichtig, dass der Brennerschrott keine Anhaftungen, sowie Gefahrenstoffe beinhaltet.

Wie berechnet sich der Schrottpreis?

Regelmäßige Schwankungen bei den Schrottpreisen sind ganz normal, so dass sich diese nicht über eine längere Zeitspanne hinweg festlegen lassen. Aus diesem Grund werden diese jeden Tag aufs Neue neu festgelegt. Die Preise gelten dann in der Regel 24 Stunden lang. Aus unterschiedlichen Faktoren sich die Preise für den Schrott zusammen. So sind die Schrottpreise stets von Angebot, wie Nachfrage abhängig.

Je kleiner demnach das Angebot und je höher die Nachfrage, desto fällt der Preis für Schrott aus. Außerdem spielt natürlich ebenso die Schrotart hier eine bedeutende Rolle. Handelt es sich um Mischschrott oder doch um Aluminiumschrott? Oder ist es Kupfer oder Elektroschrott, der hier in Zahlung gegeben werden möchte?

Der Preis ist je nach Art des Schrotts unterschiedlich hoch. Zumal hier ebenfalls die Qualität des Altmetalls und des Schrotts entscheidend ist. Je nach Verunreinigungsgrad, sowie dem Schrottmischverhältnis verändert sich hier auch der Preis. Demnach muss letztendlich immer die Quantität des Schrotts, die der Händler zum Verkauf anbietet, mit eingerechnet werden. So steigt der Schrottpreis mit der steigenden Menge und dem hohen Anteil an Metall.

Fazit: Schrott ist nicht gleich Schrott. Hier werden zwischen verschiedenen Materialien Unterschiede gemacht. Demnach sind auch die Schrottpreise unterschiedlich hoch und variieren von Tag zu Tag. Ist die Nachfrage außerdem höher, als das Angebot steigt der Preis entsprechend an. Wobei hier außerdem die Schrottqualität ebenfalls eine entscheidende Rolle spielt.

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