Rechner zur Kalkulation der Umschuldung

Ein Baukredit weist je nach Laufzeit Restschulden von mehreren hunderttausend Euro auf. Schon ein Prozentpunkt weniger Zinsen können monatlich hunderte Euro einsparen. Deshalb entscheiden sich viele Kreditnehmer für eine Umschuldung, wenn das Zinsniveau niedrig ist und ein günstiges Angebot vorliegt. Allerdings müssen mögliche Kostenfaktoren wie die Vorfälligkeitsentschädigung und Kreditgebühren berücksichtigt werden. Der Rechner zur Kalkulation der Umschuldung gibt Aufschluss über die mögliche Ersparnis und stellt passende Kreditangebot zur Verfügung.

Was ist eine Umschuldung?

Bei einer Umschuldung werden bestehende Kredit auf ein anderes Darlehen umgelagert. Zu den Vorteilen gehören eine Senkung der Kreditkosten und mehr Übersicht über die Finanzen. Bei Baukrediten bietet sich eine Umschuldung auch aufgrund möglicher Ersparnisse bei den Zinszahlungen an. Insbesondere wenn der Kredit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten abgeschlossen wurde, kann eine Umschuldung dem Kreditnehmer zu besseren Konditionen und damit zu einer schnelleren Tilgung und der damit verbundenen finanziellen Freiheit verhelfen.

Wann ist eine Umschuldung sinnvoll?

Eine Umschuldung des Baukredits bietet sich an, wenn ein neuer Kredit günstigere Konditionen bietet als die bestehenden Kredite. Berücksichtigt werden müssen auch die möglichen Abschlusskosten für den neuen Kredit. Banken und Kreditgeber verlangen in der Regel eine Entschädigungszahlung, wenn der Kredit zugunsten einer Umschuldung aufgelöst werden soll. Ein Blick in den aktuellen Kreditvertrag verrät die Details bezüglich möglicher Vorfälligkeitsentschädigungen und anderer Gebühren, die bei einer Umschuldung anfallen können.

Der Ablauf einer Umschuldung

Zunächst gilt es, einen Überblick über die Restschuld des bisherigen Baukredits zu schaffen. Hierfür müssen Kreditsumme, Kreditkartenbelastung und andere Faktoren berücksichtigt werden. Mitunter lohnt sich die Umschuldung alleine aufgrund der Gebühren, die für den bisherigen Kredit anfallen. Ein Ratenkredit kann bei der Bank mittels einer Ablösebescheinigung abgelöst werden. Hieraus sind alle wichtigen Informationen zum laufenden Kredit abzulesen. Außerdem wird Auskunft über laufende Kosten gegeben.


Die Ablösebescheinigung für den Altkredit ist bei den meisten Banken gegen eine Servicegebühr erhältlich.

Laufzeit und monatliche Rückzahlungsrate

Die Laufzeit des neuen Kredits entscheidet auch über die Höhe der monatlichen Rückzahlungsrate. Bei kürzeren Laufzeiten gelten, wie bereits beim vorherigen Baukredit, höhere monatliche Raten. Bei einer Umschuldung sollten die Laufzeiten so eingestellt werden, dass maximal 40 Prozent, von dem, was nach der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung übrig bleibt, für die Tilgung aufgewendet werden. Viele Kreditnehmer entscheiden sich dafür, eine zweite Person in den neuen Umschuldungs-Kredit aufzunehmen, etwa den Ehepartner oder eine zweite Partei, die mit im Haus wohnt. Die Vorteile sind eine höhere Bonität und geringere Zinsen.

Umschuldung: So wird der Altkredit gekündigt

Meist kündigt die bisherige Bank den Kredit, manchmal müssen sich die Kreditnehmer selbst darum kümmern. Die Ablösebescheinigung, die eingangs erwähnt wurde, sollte zu den Bankterminen unbedingt mitgenommen werden. Die neue Bank erhält dadurch einen Überblick über alle wichtigen Informationen und kann den Umschuldungsprozess zügig durchführen. Meist dauert dies nur wenige Tage oder Wochen. Der neue Kredit kann anschließend genutzt werden, um den Altkredit zügig zu tilgen. Mit dem Umschuldungs-Rechner lässt sich berechnen, ob sich eine Umschuldung lohnt.

Wann ist eine Umschuldung sinnvoll?

Eine Umschuldung kommt in Betracht, wenn durch einen neuen Vertrag die finanzielle Belastung verringert wird. Sie wird oft innerhalb weniger Monate oder Jahre nach Abschluss des ursprünglichen Kredits durchgeführt, da sich dann noch größere Ersparnisse erzielen lassen. Bei einer kurzen Restlaufzeit ist eine Umschuldung oft nicht mehr lohnend, wobei eine genaue Kalkulation immer sinnvoll ist.

Kreditnehmer, die ihren Kredit schon seit einigen Jahren begleichen und eine Umschuldung in Betracht ziehen, sollten sich am Leitzins der Europäischen Zentralbank orientieren. Zeigt dieser eine positive Tendenz, bietet sich eine Umschuldung meist an.


Bei langfristigen Finanzierungen wie der Baufinanzierung ist es besonders sinnvoll, sich einen günstigen Zinskurs zu sichern, indem die Kreditsumme zum richtigen Zeitpunkt umgeschuldet wird.

Kurz: Bei einer hohen Restschuld und hohen derzeit gezahlten Kreditzinsen ist eine Umschuldung alleine aufgrund möglicher Zinssenkungen sinnvoll.

Rechner gibt Aussicht auf Tilgungsplan

Sobald die beteiligten Banken eine positive Rückmeldung zu dem Antrag auf Umschuldung geben, kann der Geldgeber einen Tilgungsplan ausstellen und die genauen Konditionen nennen. Der Umschuldungs-Rechner ermöglicht es Ihnen bereits vorher, einen Überblick über die zu erwartenden Kosten zu erhalten.

Zu beachten: Liegt die Restlaufzeit bei mehr als 12 Monaten, ist eine Umschuldung immer eine Option. Kreditnehmer sollten regelmäßig einen Blick auf die aktuellen Zinsen werfen und objektiv entscheiden, ob eine Umschuldung sinnvoll ist.

Kreditkosten mit dem Umschuldungs-Rechner berechnen

Mit dem Umschuldungs-Rechner lässt sich unkompliziert ausrechnen, wie viel der Umschuldungskredit kostet und welche Vorteile sich ergeben. Der neue Kreditgeber kann dem Restkreditbetrag entsprechen, dann zeigt der Rechner alle relevanten Kreditangebote an.

Der neue Kreditgeber wird sich ähnlich wie der bisherige Kreditgeber bei der Schufa über die Zahlungsfähigkeit informieren. In jedem Fall muss beim Verwendungszweck eine Umschuldung genannt werden. Auch der potenzielle neue Kreditgeber muss darüber informiert sein, dass es sich um einen Umschuldungskredit handelt. Andernfalls geht die Bank davon aus, dass es sich um einen zusätzlichen Kredit handelt, was gerade bei einem bestehenden Baukredit oftmals zur Ablehnung eines neuen Kredits führt. Auch hier gibt ein Gespräch mit den beteiligten Banken Aufschluss über die Details.

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