Brechsand – Anwendung und Eigenschaften wie wasserdurchlässig

Eine Möglichkeit, um das Wachstum von Unkraut zu unterbinden

Brechsand – Anwendung und Eigenschaften wie wasserdurchlässig
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Wozu benötigt man eigentlich Brechsand? Der Garten vor der Tür gehört zu jedem Traumhaus dazu. Dieser sollte sauber und gepflegt sein, um in seiner ganzen Schönheit zu erstrahlen. Die Pflege fängt da schon bei dem Gartenweg an. Ein schöner Garten ohne einen sauberen und gepflegten Gartenweg verliert einen großen Teil seiner Attraktivität.

Wenn aus dem Gartenweg Unkraut sprießt und unzählige Ameisen hervortreten, wirkt es ungepflegt und sieht nicht schön aus. Die Lösung könnte schon bei der Pflasterung eines Weges und der Wahl des Baumittels liegen. Brechsand kann das Wachstum von Unkraut unterbinden und dafür sorgen, dass weniger Ameisen durch ihn an die Oberfläche geraten. 

Brechsand ist ein Baumittel, das beim Pflastern von Untergründen Verwendung findet. Dabei handelt es sich um keinen natürlichen Sand. Er ist das Resultat von der künstlichen Zerkleinerung andere Gesteinssorten. Er entsteht beim Herausbrechen großer Steine von Felsen als Nebenprodukt. Gestein, wie Basalt, Granit oder Diabas, aber auch Bauschutt können als Grundlage von Brechsand gelten. Somit können die Körner sowohl aus Naturgestein, als auch aus Bauschutt gewonnen werden.

Die Kornformen des Schüttgutes sind anders, als die von natürlich entstandenem Sand. Das sorgt dafür, dass Brechsand andere Eigenschaften hat, als herkömmlicher Sand. Brechsandkörner sind unregelmäßig und haben meistens scharfe kanten. Natursand hingegen ist von der Körnung eher weicher und runder.

Die Korngrößen von Brechsand liegen zwischen null und fünf Millimetern. Dabei werden Sortierungen von 0,25 Millimeter großen Körnern als Edelbrechsand bezeichnet. 

In welchen Bereichen kommt Brechsand zum Einsatz

Brechsand wird als Schüttgut, unter anderem beim Straßen- und Wegebau, eingesetzt. Er dient dabei als Pflasterbettung, als Untergrund für den eigentlichen Belag des Weges oder der Straße. Bei der Herstellung von Asphalt wird in der Regel Edelbrechsand verwendet. Wird er bei der Herstellung von Beton genutzt, so wird meist eine Korngröße von null bis vier Millimeter verwendet und bei der Herstellung von Pflaster- und Plattenbelägen nutzt man meist eine Korngröße zwischen null und sechs Millimetern.

Brechsand als typische Anwendung für Pflasterfugen
Brechsand als typische Anwendung für Pflasterfugen

Aber auch als Fugensand im privaten Bereich wird er häufig verwendet und ist sehr beliebt. So wird er für Fugen von Terrassen oder Gartenwegen genutzt, da Unkraut durch ihn langsamer wächst, als durch normalen Sand.

Der Sand, der oft auch als Quetschsand bezeichnet wird, wird auch zur Ausstattung von Sport- oder Reitanlagen verwendet. Bei Reitanlagen wird er unter dem eigentlichen Reitsand aufgeschüttet und verhindert so, dass der Reitsand sich mit der Erde vermischt. Bei Sportanlagen wird mit ihm häufig die Weitsprung-Grube befüllt.

Welche Eigenschaften macht das Schüttgut zu einem beliebten Mittel bei der Pflasterung von Gartenwegen und anderen Anwendungsbereichen 

Da die Brechsandkörner unregelmäßig und häufig kantig und scharf sind, verstärken sie den statischen Zusammenhalt des Sandes. Das sorgt dafür, dass die physikalische Stabilität des Untergrunds, wie zum Beispiel bei der Zugabe von Asphalt, steigt. Natürlicher Sand ist da weniger stabil, da seine Körner regelmäßiger sind und sie meist rund sind.

Der Sand gilt als sehr rutschfest. Die Rutschfestigkeit wird vor allem bei Sportböden und Reitböden im Außenbereich sehr geschätzt. Bei Reitböden verhindert die Unregelmäßigkeit der Körner, dass sich der eigentliche Reitsand, der über den Brechsand ausgeschüttet wird, mit der Erde des Untergrunds vermischt. Bei Sportböden aus dem Bereich der Leichtathletik sorgt er für seine Rutschfestigkeit für bessere sportliche Bedingungen.

Durch seine unregelmäßigen Körner können Unkräuter und andere sich selbst aussäende Pflanzen es schwerer haben, durch den Sand hindurch zu wachsen. Ein Wachsen von Unkraut kann durch Brechsand zwar nicht gänzlich verhindert werden, jedoch wachsen die Pflanzen langsamer. Es dauert für die Pflanzen länger, sich einen Weg durch die Sandkörner zu suchen. Deswegen wird der Sand gerne als Fugensand für Terrassen verwendet.

Brechsand verhindert auch, dass der Sand durch Ameisen abgetragen wird. Durch die unregelmäßige Sandkörnung tun es sich die plagenden Insekten schwer, durch ihn hindurch zu kommen.

Aufgrund dieser Eigenschaften wird der Sand gerne als Fugensand für Terrassen und Gartenwege verwendet. Dadurch, dass Unkraut langsamer durch ihn hindurch wächst, bedarf die Pflege des eigenen Gartenwegs oder der Terrasse, einen niedrigeren Aufwand und weniger Zeit. Das Unkraut wächst langsamer und muss deswegen nicht so häufig entfernt werden. Dennoch ist Brechsand wasserdurchlässig und beugt der Bildung von Pfützen, bei Regen, vor.

Der Sand kann, je nach regionaler Verfügbarkeit teurer als Natursand sein. Er ist jedoch häufig günstiger als Fugensand und Beton. Im Zusammenspiel mit seinen Eigenschaften und seiner Preiswertigkeit im Vergleich zu Beton, ist er ein beliebtes Baumittel.

Hier eine anschauliche Zusammenfassung der Eigenschaften, die Brechsand ausmachen:

  • unregelmäßige, kantige und scharfe Körner
  • stärkerer statischer Zusammenhalt
  • Rutschfestigkeit
  • Wasserdurchlässigkeit
  • verlangsamt das Wachstum von Unkraut und anderen unerwünschten Pflanzen
  • verhindert das Abtragen des Sandes durch Ameisen

So verarbeitet man Brechsand bei der Pflasterung von Wegen 

Nutzt man Brechsand als Fugensand, sollte er sich in einem feuchten Zustand befinden, wenn er verarbeitet wird. Das sorgt dafür, dass er besser in die Fugen einsickert. Im Gegensatz zu normalem Sand bringt Quetschsand eine bessere Verfestigung zustande.

Dabei sollte möglichst genau und möglichst zügig gearbeitet werden, damit der Sand nicht schon fest wird, bevor er ganz verarbeitet wird. Zunächst sollte eine dünne Schicht des Sands ausgelegt werden, bevor der gewünschte Belag auf ihn ausgerichtet wird. Im Anschluss werden die Fugen mit dem Sand aufgefüllt. Wenn der Brechsand hart wird, ist der Untergrund bereits gefestigt und begehbar. 

So wasserdurchlässig ist Brechsand

Brechsand gilt als sehr wasserdurchlässig. Das Schüttgut, das bei der Herstellung von Untergründen und für Fugen genutzt wird, kann aus unterschiedlichen Gesteinen gewonnen werden. Je nach Gestein, das als Grundlage für den Sand gedient hat, kann die Wasserdurchlässigkeit unterschiedlich sein.

Grundsätzlich weicht diese aber zwischen einer guten und einer sehr guten Wasserdurchlässigkeit ab. Im Vergleich zu anderen Materialien, die für Fugen verwendet werden und das Wachstum von Unkraut unterbinden, lässt der Sand mehr Wasser durch und sorgt dafür, dass es zu keinen Ansammlungen von Wasser auf dem Untergrund kommt.

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